In diesem Artikel möchten wir ihnen eine kurze Übersicht über die Bausteine eines heutigen Architektur-Managements geben.  Architektur-Management ist keine neue Disziplin und hat sich über die Zeit weiter entwickelt. So sind neben Frameworks, welche die theoretisch / fachlichen Grundlagen, Artefakte und Prozesse beschreiben (siehe TOGAF) auch ein Markt für Architektur-Management Software und Formaten entstanden.

Sind die heute gebräuchlichen Architektur-Artefakten und Anwendungsfälle inzwischen gut verprobt und haben ihren Mehrwert bewiesen, ist ein vielleicht noch wichtigerer, evolutionärer Schritt in der Weiterentwicklungen ein neues „Selbstverständnis“ der Disziplin und damit ein neues Selbstverständnis von Enterprise Architekten und ihrem Wirken. Damit Architektur-Management relevant bleibt, musste der Elfenbeinturm verlassen, die Ärmel hochgekrempelt und das Wissen der Enterprise Architekten direkt dorthin gebracht werden, wo es am dringendsten benötigt wird: in die Projekte und Transformationsprogramme, in die Teams, die Planungssitzungen etc. …

In Zeiten der Digitalisierung und hohem Grad an Gleichzeitigkeit von Ereignissen und sich verändernden Technologien, ist ein solides Architektur-Management unerlässlich für die sichere Navigation in unruhigen Gewässern.

EAM Bausteine

Die obige Illustration zeigt eine vereinfachte Darstellung der EAM Bausteine von unten nach oben.

1. Die EAM Basis: Frameworks und Software

Frameworks wie „The Open Group Architecture Framework“ (TOGAF) und EAM Software wie LeanIX bilden die solide Grundlage für ihr Architektur-Management. Insbesondere für die Software-Lösungen gilt, dass Sie einfach in der Nutzung sein und Kollaboration unterstützen sollten.

2. Das Architektur Repository

Der EAM-Software-Stack bildet die technische Grundlage für den Aufbau ihres Architektur-Repositories.
Dieses sollte die drei Architektur-Ebenen umfassen:

  1. Business Architektur
  2. Applikations und Daten-Integration
  3. Infrastruktur Architektur

3. EAM Anwendungsfälle

Auf Basis der Datengrundlage ihres Architektur-Repositories können Sie, wenn es die Datenqualität zulässt, die EAM Kern-Anwendungsfälle etablieren.
Hier entsteht der Mehrwert des Architektur-Repository.

  1. Anwendungs-Portfolio-Management (APM)
  2. Business Transformations Management (BTM)
  3. Technologie Risiko-Management (TRM)
  4. Weitere ….

4.  EAM Artfakte

Architektur-Prinzipien und -Richtlinien sowie „Landkarten“ zu IST- und ZIEL-Architekturen inkl. Transitions-Roadmaps sind nur einige Architektur-Artefakte, die ihre Architektur-Team Projekten zu Verfügung stellen kann. Diese Artefakte sind wichtig für ein gemeinsames Verständnis der Ziele und damit auch der nachhaltigen, technischen Umsetzung der Projekte.

5. Stil

Wie zuvor bereits erwähnt, unterliegt Enterprise Architektur Management einem eigenen Evolutions-Prozess.
„Common Sense“ ist, das Enterprise Architekten heute auf pragmatische Weise Projekte und Teams mit relevanten Informationen versorgen und ihr Wissen einbringen. Der Mensch und die Zusammenarbeit stehen im Vordergrund, so dass Architektur-Wissen zusammengeführt und demokratisiert wird.

Wir hoffen ihnen mit dieser Übersicht einen Einblick in unser Architektur-Verständnis vermittelt zu haben.

Über Rückfragen oder Diskussionen zum Thema freuen wir uns.